Extremisten drohen mit Tötung der US-Geisel Kassig

Nach der Enthauptung ihrer vierten westlichen Geisel haben Extremisten des Islamischen Staates (IS) mit der Tötung des ehemaligen US-Elitesoldaten Peter Kassig gedroht.

Der 26 Jährige hat nach Angaben seiner Eltern als Entwicklungshelfer in Syrien gearbeitet, als er am 1. Oktober 2013 in Dair as-Saur im Osten des Landes entführt worden war. «Wir flehen seine Kidnapper an, sich zu erbarmen und ihre Macht zu nutzen, um unseren Sohn gehen zu lassen», wandten die Eltern sich am Samstag direkt an die Terrormiliz.

Kassig leistete nach Angaben der «Washington Post» Armeedienst und war Mitglied des bekannten 75. Ranger Regiments. Der Infanterist habe mit seiner Einheit von April bis Juli 2007 im Irak gedient.

Nach seinem ehrenhaften Ausscheiden aus dem Armeedienst aus medizinischen Gründen habe Kassig begonnen, Politikwissenschaft zu studieren, berichtete das Blatt weiter. Demnach reiste er während seiner Semesterferien in den Nahen Osten. Er gründete eine eigene kleine Hilfsorganisation. Von der türkischen Grenzstadt Gaziantep aus transportierte er später unter anderem Erste-Hilfe-Lieferungen nach Syrien und arbeitete in humanitären Projekten mit.

Der aus Indianapolis (Indiana) stammende Kassig trat während seiner Gefangenschaft zum Islam über und nennt sich Abdul-Rahman, wie der Sender CNN berichtete.