EZB dementiert Bericht über Kapitalkontrollen in Griechenland

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen Pressebericht dementiert, wonach über Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland diskutiert wird.

«Es gab keine Debatte über Kapitalverkehrskontrollen im EZB-Rat, und jede Berichterstattung darüber ist nicht korrekt», heißt es in einer Stellungnahme der Notenbank. Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) berichtet, es gebe entsprechende Diskussionen in der EZB.

«Dem EZB-Rat und den EZB-Bankenaufsehern wäre wohler, wenn es Kapitalverkehrskontrollen gäbe, um das Ausbluten der Banken zu verhindern», hatte die FAZ mit Bezug auf eine nicht namentlich genannte Quelle aus der Notenbank geschrieben. Hintergrund ist der erhebliche Kapitalabfluss, mit dem griechische Banken zu kämpfen haben. Wegen des Schuldenstreits zwischen Athen und den restlichen Euroländern ziehen die Griechen hohe Summen von ihren Konten ab. Kapitalverkehrskontrollen wurden im Jahr 2013 in Zypern im Zuge der damaligen Beteiligung privater Gläubiger an der Bankenrettung eingeführt.