Fan-Bündnis befürchtet neuen Zulauf für Hooligan-Szene

Die bundesweite Vereinigung «Pro Fans» befürchtet nach den Ausschreitungen bei einer Hooligan-Demonstration gegen Salafisten in Köln, dass die Hooliganszene neuen Zulauf erhält.

«Die neue Qualität ist, dass es mit Fußball gar nichts zu tun hat», sagte Sprecher Sig Zelt. Politisch motivierte Aktionen wie die Kundgebung am Sonntag «könnten eventuell für gewissen Zulauf sorgen».

In den vergangenen Jahrzehnten sei die Hooligan-Bewegung geschrumpft. Zudem habe man beobachtet, dass sich die Gewaltbereiten zum Beispiel bei Länderspielen über Vereinsgrenzen hinweg verbündet hätten.

Mindestens 4000 gewaltbereite Fans von teils verfeindeten Fußballclubs hatten sich mit Rechtsextremen am Sonntag in Köln versammelt. Es kam zu massiven Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mindestens 44 Beamte wurden verletzt. 17 mutmaßliche Gewalttäter kamen in Gewahrsam.

Fan-Vertreter Zelt distanzierte sich deutlich von den Hooligans. «Wir als Pro Fans lehnen ab, was die da machen.»