«Faule Kredite» in Spanien erreichen Rekordniveau

Die «faulen Kredite» in den Bilanzen der spanischen Geldhäuser sind auf ein Rekordniveau gestiegen. Wie die Madrider Zentralbank mitteilte, erhöhte sich ihr Anteil am gesamten Kreditvolumen im Juni auf 11,6 Prozent, 0,4 Prozent mehr im Vormonat.

«Faule Kredite» in Spanien erreichen Rekordniveau
Patrick Pleul «Faule Kredite» in Spanien erreichen Rekordniveau

Dieser Wert ist in dem Euro-Krisenland der höchste seit Beginn der Erhebungen. Der Anstieg bedeutet, dass die Wirkung der Schaffung einer «Bad Bank» weitgehend verpufft ist.

Spanische Banken hatten im November 2012 und im Januar 2013 faule Immobilienkredite an die staatliche Abwicklungsgesellschaft Sareb («Bad Bank») abgetreten. Dies führte bei den Banken vorübergehend zu einem leichten Rückgang der Kreditausfälle. Nach Angaben der Zentralbank wiesen die spanischen Geldhäuser im Juni ein Kreditvolumen von 1,52 Billionen Euro auf. Davon galten Darlehen über 176 Milliarden Euro als «faul». Zu dieser Kategorie zählt die Zentralbank alle Kredite, die drei Monate lang nicht bedient wurden.