FC Bayern bangt nach 2:1 gegen HSV um Boateng

Die Partie zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern verlief spannender als erwartet. Im Spiel eins der Goodbye-Tour von Bayern-Coach Pep Guardiola agierte der Rekordmeister aus München ungewohnt zögerlich und gewannen am Ende durch zwei Tore von Robert Lewandowski knapp mit 2:1.

FC Bayern bangt nach 2:1 gegen HSV um Boateng
Christian Charisius FC Bayern bangt nach 2:1 gegen HSV um Boateng

AUSFALL: Innenverteidiger Jérôme Boateng musste bereits nach 56 Minuten humpelnd den Rasen im Volksparkstadion verlassen. «Ja, er ist verletzt», sagte Trainer Pep Guardiola. Was der Weltmeister genau habe, wusste der Spanier nicht - er verwies auf die medizinische Abteilung. Den Verdacht auf eine Muskelverletzung wollte selbst Boateng nicht kommentieren. «Wir haben ein Problem, aber wir werden eine Lösung finden», sagte Guardiola.

GLANZ: Mit einem goldenen Pokal in den Händen stand Robert Lewandowski in den Katakomben des Volksparkstadions und strahlte. Der Bayern-Stürmer hatte seinen Torriecher par excellence bewiesen, den Pott nahm er jedoch für etwas Größeres in Empfang: Die polnische «Bravo Sport» zeichnete ihn als besten Sportler des Landes aus. «Wir waren heute effektiv», sagte Lewandowski und klopfte auf die Trophäe.

FAUXPAS ADLER: René Adler war zuletzt ein sicherer Rückhalt für die Hamburger - das 0:1 gegen die Bayern muss er aber auf seine Kappe nehmen. Der ehemalige Nationalkeeper schmiss sich in den Lauf von Thomas Müller und brachte ihn an der Strafraumgrenze unsanft zu Fall. «Der Elfmeter war berechtigt», sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia - und Adler schloss sich zähneknirschend an: «Kann man geben.»

ÄRGERNIS: HSV-Trainer Bruno Labbadia ärgerte sich schwarz. «Es ist ärgerlich, dass wir zwei Dreckstore kassiert haben», sagte der 49-Jährige genervt bei der Pressekonferenz. Nach einem Trainingslager mit vielen Verletzten und drei Testspielpleiten hatte er die Hamburger gut auf den haushohen Favoriten eingestellt. Dass die beiden Treffer von Robert Lewandowski die Niederlage besiegelten, frustrierte ihn.

ABSCHIED: Schmerzlich vermisst wurde Marcelo Diaz im HSV-Team. Der verletzte chilenische Kunstschütze war vor Beginn des Nord-Süd-Klassikers nach einem Jahr in Hamburg in Richtung Celta Vigo verabschiedet worden. Mit seinem Freistoßtor in der Relegation gegen den Karlsruher SC hat er sich in der Hansestadt unsterblich gemacht. «Er ist ein Superkerl, er hat uns im letzten Jahr sehr geholfen», sagte Pierre-Michel Lasogga.