FCB spaziert zum nächsten Kantersieg: 6:0 in Paderborn

Der FC Bayern hat die nächste Hürde auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung leicht und locker gemeistert. Eine Woche nach dem imposanten 8:0 über den Hamburger SV gelang beim 6:0 (2:0) über den SC Paderborn der nächste Kantersieg.

FCB spaziert zum nächsten Kantersieg: 6:0 in Paderborn
Friso Gentsch FCB spaziert zum nächsten Kantersieg: 6:0 in Paderborn

Dank des Doppelschlags von Robert Lewandowski (24./37. Minute) sowie der Tore von Arjen Robben (63./86.), Franck Ribéry (72.) und Mitchell Weiser (78.) vergrößerte das Münchner Starensemble den Abstand zum Verfolger VfL Wolfsburg zumindest bis Sonntag auf elf Punkte.

Für den chancenlosen Aufsteiger war es hingegen die dritte Heimniederlage in Serie und die höchste Saisonpleite. Damit rückt die Abstiegszone bedrohlich nahe. Zudem muss der SC die Rote Karte für Florian Harthez (62.) nach Notbremse an Robben verschmerzen.

Vier Tage nach dem glanzlosen 0:0 in der Champions League gegen Schachtjor Donezk fiel es den Bayern nur zu Beginn der Partie schwer, auf Touren zu kommen. Die auf zwei Positionen veränderte Elf von Trainer Pep Guardiola - für die Weltmeister Bastian Schweinsteiger und Mario Götze spielten Holger Badstuber und Lewandowski - übernahm zwar die Regie, tat sich aber beim Herausspielen von Torchancen zunächst schwer.

Denn die Taktik von SC-Coach André Breitenreiter, in der Abwehr wie schon im Hinspiel auf eine Fünferkette zu setzen, bereitete dem Rekordmeister zumindest in den ersten 20 Minuten Probleme. Erst ein Geistesblitz von Robben, der Lewandowski mit einem Traumpass in Szene setzte, brachte das gegnerische Bollwerk ins Wanken. Der freigespielte Pole hatte keine Mühe, die erste Torchance für sein Team zu nutzen und seinen neunten Saisontreffer zu erzielen.

Dieses frühe Tor spielte dem Tabellenführer in die Karten. Selbst der Energiesparmodus genügte, um das Geschehen zu kontrollieren und die Führung en passant auszubauen. Nach Flanke von Ribéry war erneut Lewandowski zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Die biederen Gastgeber setzten nur als emsige Zweikämpfer Akzente, konnten aber das Tor von Bayern-Schlussmann Manuel Neuer bis zur Pause nicht in Gefahr bringen.

Erst nach Wiederanpfiff ließ der Aufsteiger Torgefahr erkennen. So musste der Münchner Innenverteidiger Badstuber gegen SC-Angreifer Elias Kachunga (50.) in höchster Not klären. Am Kräfteverhältnis änderte sich jedoch nichts. Die letzten Zweifel am Sieg der Münchner beseitigte Robben. Der zuvor von Harthez gefoulte Niederländer verwandelte den fälligen Elfmeter zum 3:0 sicher. Doch damit war der Torhunger der Gäste noch nicht gestillt: Ribéry, der eingewechselte Weiser und erneut Robben rundeten den souveränen Auftritt ihrer Mannschaft ab.