FC Ingolstadt: «Nicht unterkriegen lassen»

Nach sieben Spieltagen ununterbrochen an der Spitze der 2. Fußball-Bundesliga könnte es für den FC Ingolstadt allmählich ungemütlich werden.

FC Ingolstadt: «Nicht unterkriegen lassen»
Daniel Karmann FC Ingolstadt: «Nicht unterkriegen lassen»

Gleich drei Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel wollen die am vergangenen Spieltag erstmals bezwungenen Oberbayern unter Zugzwang setzen. Der Tabellendritte Darmstadt 98 würde im Falle eines deutlichen Sieges gegen den Sechsten Karlsruher SC vorerst die Tabellenspitze erklimmen. Der momentan viertplatzierte 1. FC Heidenheim kann mit einem Erfolg bei Greuther Fürth zumindest näher heranrücken.

Die Ingolstädter selbst dürfen wie ihr momentan ärgster Verfolger Fortuna Düsseldorf (beim VfR Aalen) erst am Samstag ran. Die erste Saison-Niederlage vom Sonntag in Nürnberg versuchen die Profis von Trainer Ralph Hasenhüttl vor der Partie gegen den VfL Bochum so gut es geht zu verdrängen. «Uns war klar, dass irgendwann das Spiel kommen wird, das wir verlieren. Natürlich war es sehr bitter, ausgerechnet gegen die Nürnberger das bayerische Duell zu verlieren, aber wir schauen nach vorne», kommentierte Spielmacher Pascal Groß.

Mit zwei Punkten Vorsprung auf Düsseldorf führen die Ingolstädter das Zweitliga-Ranking noch an. Darmstadt ist drei Zähler zurück; Heidenheim, RB Leipzig und Karlsruhe stehen jeweils vier Punkte dahinter. Das Rennen um die Herbstmeisterschaft wird enger. «Es gehört zum Sport, dass man mal erfolgreich ist und mal verliert. Zuletzt haben wir oft gesiegt, da darf man sich von einer Niederlage nicht unterkriegen lassen, sondern muss weitermachen», befand Groß.

Chancen auf die Tabellenführung hat jetzt auch der Aufsteiger aus Darmstadt. Von dieser Chance etwas wissen will aber kaum jemand bei den Hessen. «Wir haben bewiesen, dass wir gegen Top-Mannschaften mithalten können», verkündete Trainer Dirk Schuster vor dem Duell mit dem KSC stattdessen überaus zurückhaltend. «Wir müssen wieder all unsere Tugenden in die Waagschale werfen, alles abrufen, um etwas Zählbares hierzubehalten», erklärte der Coach, der von 1991 bis 1997 selbst für Karlsruhe gespielt hatte.

Beim kriselnden Vorletzten FC St. Pauli kann ein weiterer Rückschlag gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag schon Konsequenzen für den Trainer nach sich ziehen. Thomas Meggle wirkt angeschlagen und hat seine einst hohen Ambitionen längst verworfen. «Es geht nur noch darum, am 34. Spieltag auf Platz 15 zu stehen», sagt er inzwischen. Die bayerischen Problemclubs 1860 München (am Sonntag gegen den FSV Frankfurt) und 1. FC Nürnberg (am Montag bei Eintracht Braunschweig) haben es zumindest vorerst ins Tabellenmittelfeld geschafft.