FDP-Vize Kubicki kann Anti-Islam-Tendenzen nachvollziehen

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat erneut Verständnis für die Sorgen mancher Anhänger des Anti-Islam-Bündnisses Pegida geäußert.

«Der Islam ist nicht unser Problem. Unser Problem sind Menschen, die ihre kriminelle Taten religiös zu rechtfertigen suchen», sagte Kubicki im ZDF-«Morgenmagazin». Er fügte hinzu: «Und dass es dort diffuse Ängste gibt, kann man den Menschen ja nicht vorwerfen.» Er forderte eine bessere Ausstattung von Polizei und Verfassungsschutz. «Wir müssen mit den Menschen so umgehen, dass sie das Gefühl haben, wir reagieren auf Probleme nicht durch Beschimpfung sondern durch konkrete Maßnahmen», sagte Kubicki. Ähnlich hatte er sich bereits in einem Interview der Zeitung «Die Welt» geäußert.

Trotz bundesweiter Kritik waren dem Aufruf des Anti-Islam-Bündnisses «Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» zur Demonstration am Montagabend in Dresden rund 18 000 Menschen gefolgt.