Fed lässt Leitzins auch im Oktober auf Rekordtief

Nach nur moderaten Verbesserungen in der US-Konjunktur hat die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins auf dem historischen Tief von nahe Null belassen. Für eine erste vorsichtige Anhebung der Zinsen im Dezember ließ sich die Zentralbank dennoch die Tür weiter offen.

«Die Ausgaben der privaten Haushalte und die Investitionen der Unternehmen sind in den vergangenen Monaten solide gestiegen», heißt es in der Mitteilung der Fed. Dagegen habe sich der Export eher flach entwickelt. «Das Tempo von Stellenzuwächsen hat sich vermindert und die Arbeitslosigkeit stagniert», heißt es darin weiter.

Der Leitzins in den USA ist seit Ende 2008 auf dem Rekordtief. «Der Ausschuss hat heute seine Sichtweise bekräftigt, dass der derzeitige Zinssatz von 0 bis 0,25 Prozent (...) der richtige ist», teilte die Fed mit. Von zehn Mitgliedern des Offenmarkt-Ausschusses stimmten neun für die vorläufige Beibehaltung des Zinsniveaus.

Der Ausschuss glaube aber, dass es richtig sein werde, die Zinsen zu erhöhen, wenn es weitere Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt gebe und er zuversichtlich sein könne, dass sich die Inflation mittelfristig wieder der Zielmarke von zwei Prozent nähere. Derzeit liegt die Inflation vor allem wegen der niedrigen Ölpreise weit unter dieser Zielmarke. Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet, legten die US-Statistiker kürzlich eine Inflationsrate von 1,9 Prozent vor.

Die konjunkturellen Daten in den USA hätten sich zwar «auf moderate Weise» verbessert, heißt es in einem Statement, das die Fed nach der Sitzung verbreitete. Jüngste Entwicklungen in der Weltwirtschaft und auf den weltweiten Finanzmärkten könnten aber auch zu einer weiteren Zurückhaltung bei wirtschaftlichen Aktivitäten und würden vermutlich die Inflation in den USA weiter ausbremsen. Der Ausschuss sei zuversichtlich, dass sich die Inflation «mittelfristig» in Richtung des Zwei-Prozent-Zieles bewege.