Fed-Vize: Schwache Weltwirtschaft könnte Zinswende verzögern

Die Sorgen in der US-Notenbank wegen der sich abschwächenden Weltwirtschaft werden jüngsten Aussagen zufolge größer. Am Wochenende deutete Fed-Vizechef Stanley Fischer an, dass die Zentralbank ihren erwarteten Straffungskurs aufschieben könnte.

Falls das Wachstum im Ausland schwächer als erwartet ausfalle, könnte das die Notenbank dazu veranlassen, ihre Geldpolitik langsamer zu straffen, sagte Fischer auf der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington, die am Samstag zu Ende ging.

Fischer ergänzte, obwohl sich das Mandat der Fed vor allem auf die heimische Wirtschaft beziehe, sollten die Wirkung der US-Geldpolitik auf andere Länder und die entsprechenden Rückwirkungen auf die amerikanische Wirtschaft berücksichtigt werden.

Von der Fed wird erwartet, dass sie im Laufe des kommenden Jahres mit einer Straffung ihrer Geldpolitik beginnt. Mit einer ersten Zinsanhebung seit der Finanz- und Wirtschaftskrise wird von Ökonomen in etwa zur Jahresmitte 2015 gerechnet.