Feiertag für Kombinierer: Frenzel siegt vor Rießle

Neuve (dpa) - Olympiasieger Eric Frenzel stürmte unwiderstehlich zum 16. Weltcupsieg seiner Karriere, und auch der zweitplatzierte Fabian Rießle hatte im Ziel allen Grund zum Jubel.

Feiertag für Kombinierer: Frenzel siegt vor Rießle
Patrick Seeger Feiertag für Kombinierer: Frenzel siegt vor Rießle

Mit einem Doppelsieg beim Weltcup im französischen Chaux-Neuve haben Deutschlands Nordische Kombinierer die Heimschlappe von Schonach ausgebügelt und knapp sechs Wochen vor WM-Beginn ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt.

«Es ist ein sehr schönes Gefühl, wieder auf Platz eins zu sein. Für mich ist es etwas Besonderes, weil ich hier zum ersten Mal im Einzel gewonnen habe. Ich hatte hier immer meine Schwierigkeiten, entweder auf der Schanze oder in der Loipe. Heute hat beides gepasst. Deshalb bin ich sehr glücklich», sagte Frenzel.

Nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf verwies Frenzel seinen Teamkollegen Rießle mit einem Vorsprung von 6,4 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde der Norweger Magnus Moan. In der Gesamtwertung verteidigte der 24 Jahre alte Rießle mit 340 Punkten das Gelbe Trikot vor Titelverteidiger Frenzel, der 321 Zähler auf dem Konto hat.

«Ich war hier schon öfter auf dem Podium. Leider hat es wieder nicht zum Sieg gereicht. Aber ich bin nach meiner Krankheit natürlich megaglücklich mit dem zweiten Platz. Jetzt freue ich mich auf die kommenden Wettkämpfe», sagte Rießle. In der Vorwoche hatte er beim Heim-Weltcup in Schonach wegen eines bakteriellen Infekts aufgeben müssen.

Bei schwierigen Windbedingungen auf der Schanze, in deren Auslauf die Veranstalter in Gedenken an die Opfer des Attentats auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo das weltweite Motto «Je suis Charlie» (Ich bin Charlie) geschrieben hatten, war Frenzel im Springen mit 112 Metern Zweiter geworden. «Ich bin sehr froh, dass der Wettkampf durchgeführt wurde. Heute früh sah es ja noch so aus, als würde nichts gehen», meinte Frenzel.

Sein Rückstand auf den führenden Norweger Jarl Magnus Riiber, der auf 110,5 Meter kam, betrug 28 Sekunden. Rießle ging als 13. mit mehr als einer Minute Rückstand in die Loipe. Bei Halbzeit des Laufs hatten die Verfolger den Führenden gestellt. Aus einer sechsköpfigen Spitzengruppe heraus attackierte Frenzel dann rund 1,5 Kilometer vor Schluss und lief locker zum ersten Sieg im WM-Jahr 2015.