Feigenbutz verliert WM-Kampf durch K.o.

Vincent Feigenbutz hat die Chance verpasst, jüngster deutscher Box-Weltmeister aller Zeiten zu werden.

Feigenbutz verliert WM-Kampf durch K.o.
Patrick Seeger Feigenbutz verliert WM-Kampf durch K.o.

Der 20 Jahre alte Karlsruher unterlag in Offenburg dem Italiener Giovanni De Carolis im Kampf um den WM-Titel der WBA im Supermittelgewicht mit technischem K.o. in der elften Runde. Jüngster deutscher Champion bleibt damit Graciano «Rocky» Rocchigiani, der am 11. März 1988 im Alter von 24 Jahren und drei Monaten zum ersten Mal Weltmeister geworden war.

Für den Boxer aus dem Berliner Sauerlandstall war dies die zweite Niederlage in seinem 23. Profikampf. Feigenbutz fand überhaupt nicht in den Kampf, konnte seine gefürchtete Schlagstärke nicht ausspielen und gab Runde für Runde gegen den beweglichen und aktiveren Italiener ab. In der elften Runde brach der Ringrichter den Kampf dann nach einem Schlaghagel von de Carolis, der den 24. Sieg in seinem 30. Profikampf feierte, ab. 

Erst Mitte Oktober hatte Feigenbutz den Italiener in Karlsruhe höchst umstritten nach Punkten geschlagen und sich zum Interims-Weltmeister gekürt. Dass es bei der Neuauflage überhaupt um den WM-Titel ging, hatten die beiden Nobodys - Feigenbutz ist in der unabhängigen Weltrangliste auf Rang 25 notiert und de Carolis zehn Plätze dahinter - der WBA zu verdanken. Entgegen den eigenen Regeln beförderte der Verband den Russen Fjodor Tschudinow, der den Titel im vergangenen Jahr gegen den Kölner Felix Sturm gewonnen hatte, Anfang der Woche zum Superchampion.