Festnahmen und Razzien in Ägypten am «Freitag der Wut»

Die ägyptische Polizei hat vor Beginn der angekündigten Proteste von Islamisten in Kairo Angehörige der Muslimbruderschaft verhaftet. Das Nachrichtenportal youm7 meldete, in der Provinz Al-Buhaira seien bei Razzien vier führende Mitglieder der Islamisten-Organisation abgeführt worden.

Festnahmen und Razzien in Ägypten am «Freitag der Wut»
Khaled Elfiqi Festnahmen und Razzien in Ägypten am «Freitag der Wut»

Die Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi hatten zu neuen Protesten aufgerufen - radikale Islamisten verkündeten einen «Freitag der Wut».

Das staatliche Fernsehen meldete, in der Nacht seien am Mustafa-Mahmud-Platz sechs bärtige Männer festgenommen worden, bei denen die Polizei 90 Brandbomben gefunden habe. In vielen Straßen der Hauptstadt hatten sich in der Nacht - wie schon während der Unruhen 2011 - an den Hauseingängen sogenannte Bürgerwehren zusammengefunden, um Plünderer abzuschrecken.

Die «Allianz gegen den Putsch», die im Juli von den Muslimbrüdern und anderen Sympathisanten des entmachteten Präsidenten Mohammed Muris gegründet worden war, berichtete von «Massenfestnahmen» vor Beginn der Demonstrationen, allerdings ohne Details zu nennen.