FIFA-Bericht: Zwanziger will Offenlegung möglich machen

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger forciert die Veröffentlichung des sogenannten Garcia-Untersuchungsberichts zu den Korruptions-Ermittlungen gegen die WM-Gastgeber Russland und Katar.

FIFA-Bericht: Zwanziger will Offenlegung möglich machen
Steffen Schmidt FIFA-Bericht: Zwanziger will Offenlegung möglich machen

In seiner Rolle als Mitglied der FIFA-Exekutive stellte Zwanziger einen Antrag auf eine Lockerung des Veröffentlichungsverbots. «Nach den Irritationen der vergangenen Tage ist es wichtig, möglichst bald Erkenntnisse über den Untersuchungsbericht Garcias zu gewinnen», sagte der frühere Chef des Deutschen Fußball-Bundes «FAZ.net». Aktuell verbietet Artikel 36 im Ethikreglement des Weltverbandes eine Veröffentlichung.

«Dieses Verbot möchte ich lockern, damit das FIFA-Exekutivkomitee, aber auch die Öffentlichkeit in einer angemessenen Form über die Inhalte der Untersuchung unterrichtet werden», sagte Zwanziger. Dabei müssten allerdings die Rechte von Betroffenen gewahrt werden. Über den Antrag soll die FIFA-Exekutive bei ihrer nächsten Sitzung am 18. Dezember am Rande der Club-WM in Marokko abstimmen.

Tags zuvor hatten Chefermittler Michael Garcia und der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert nach einem Treffen in Zürich bekanntgegeben, dass der komplette 430-seitige Bericht von Garcia zu den Ermittlungen gegen die WM-Gastgeber Russland (2018) und Katar (2022) nun an FIFA-Kontrolleur Domenico Scala gehen soll. Der Wirtschaftsexperte aus der Schweiz soll entscheiden, ob das Exekutivkomitee Einblick in den vollständigen Bericht erhält.