FIFA verhängt Transfersperren gegen Real und Atlético

Die spanischen Spitzenclubs Real und Atlético Madrid sind von der FIFA wegen der unerlaubten Verpflichtung minderjähriger Spieler mit Transfersperren belegt worden.

Beiden Vereinen werden «Verstöße im Zusammenhang mit dem internationalen Transfer und der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren» vorgeworfen, teilte der Fußball-Weltverband mit. Demnach dürfen beide Vereine in den kommenden beiden Wechselperioden keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen. Atlético muss 900 000 Schweizer Franken zahlen, Real wurde zu einer Strafe von 360 000 Schweizer Franken verurteilt.

2014 war der katalanische Rivale FC Barcelona bereits wegen des gleichen Vergehens von der FIFA bestraft worden und durfte in beiden Transferfenstern 2015 keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen.

Wie es in der FIFA-Mitteilung weiter heißt, seien beide Vereine aus der spanischen Hauptstadt «des Verstoßes gegen mehrere Bestimmungen betreffend den internationalen Transfer und die Erstregistrierung minderjähriger Spieler sowie gegen andere maßgebende Vorschriften zur Registrierung und Teilnahme bestimmter Spieler an Wettbewerben für schuldig befunden» worden. Beide Clubs müssen «die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen legalisieren».

Die Transfersperre gilt nicht für die laufende Registrierungsperiode, sondern erst für die kommenden beiden Transferfenster. Während Neuverpflichtungen untersagt sind, dürfen dennoch Spieler abgegeben werden. Von den Vereinen gab es zunächst keine Reaktion.

Die Ermittlungen betrafen laut FIFA-Mitteilung mehrere minderjährige Spieler, die zwischen 2007 und 2014 (Atlético) sowie zwischen 2005 und 2014 (Real) bei den Vereinen registriert waren. Aufgrund von Erkenntnissen des sogenannten Transferabgleichungssystems TMS hatte die FIFA-Disziplinarkommission ein Verfahren eingeleitet.

Laut FIFA-Statuten sind der internationale Transfer Minderjähriger und die Erstregistrierung Minderjähriger in einem Land, dessen Staatsbürgerschaft sie nicht besitzen, normalerweise verboten.