Finanz-Vergleichsportale: Länder wollen mehr Transparenz

Große Vergleichsportale zu Finanzprodukten sollen per Gesetz zu mehr Transparenz gezwungen werden. Auf eine entsprechende Offenlegungspflicht für Portalbetreiber pocht auf Initiative Hessens der Bundesrat.

Finanz-Vergleichsportale: Länder wollen mehr Transparenz
Matthias Balk Finanz-Vergleichsportale: Länder wollen mehr Transparenz

Interessenskonflikte, die etwa durch Provisionen von Finanzdienstleistern an die Betreiber von Vergleichsportalen entstehen, könnten so vermieden werden, bestätigte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) auf Anfrage.

Nach Darstellung des «Handelsblatts» sollen die Portalbetreiber künftig die Provisionen offenlegen, die sie von den Produktanbietern kassieren. Der Bundesrat wolle einen entsprechenden Passus in einen Gesetzesentwurf zur Regulierung von Bankkonten integrieren.

Schäfer betont, es müsse für Nutzer klar sein, nach welchen Suchfiltern Vergleichsergebnisse angezeigt werden: «Auch im Sinne eines fairen Wettbewerbs zwischen den Anbietern von Zahlungskonten sollten wir diesen Weg gehen.»

Auf Vergleichswebsites wie Check24 oder Verivox können Nutzer die Konditionen von Finanzprodukten miteinander vergleichen – und dann auch gleich einen Anbieter auswählen. Für diesen Vermittlungsservice erhalten die Portale von Banken und Versicherern Provisionen. Vor allem in der Auto-Versicherung machen Portale klassischen Versicherungsvermittlern zunehmend Konkurrenz.