Flüchtlingsunterkünfte in vielen Bundesländern überlastet

Angesichts steigender Asylbewerberzahlen in Deutschland müssen viele Länder und Kommunen die Kapazitäten ihrer Unterkünfte erweitern.

Flüchtlingsunterkünfte in vielen Bundesländern überlastet
Oliver Mehlis Flüchtlingsunterkünfte in vielen Bundesländern überlastet

Viele Einrichtungen sind bereits überbelegt, Behörden müssen deshalb unter anderem ehemalige Schulen oder Kasernen umbauen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab.

Baden-Württemberg etwa kann den Flüchtlingszustrom im kommenden Jahr nur mit einem Ausbau der Unterkünfte stemmen. «Die Kapazitäten sind praktisch überall ausgelastet und müssen deshalb laufend erweitert werden», teilte das Integrationsministerium in Stuttgart mit. Auch Bayern stellt sich im kommenden Jahr auf weiter steigende Flüchtlingszahlen ein. Dort gibt es bislang zwei Erstaufnahme-Einrichtungen für Asylbewerber, geplant ist die Eröffnung einer dritten Unterkunft.

Bislang wurden viele Flüchtlinge in angemieteten Pensionen untergebracht, nun will die Staatsregierung auch leerstehende Kasernen nutzen. Auch andere Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt müssen ihre Kapazitäten erweitern.

Für 2013 rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit bis zu 110 000 Asylanträgen in Deutschland. 2007 waren es noch rund 19 000.