Flüchtlings-Unterbringung: Länder warnen vor «Kollaps»

Die Innenminister der Länder haben vor wachsenden Engpässen bei der Aufnahme neuer Flüchtlinge in Deutschland gewarnt.

«Wir wissen, dass auch unsere Aufnahmemöglichkeiten an Kapazitätsgrenzen stoßen werden», sagte der Chef der Innenministerkonferenz, der rheinland-pfälzische Ressortchef Roger Lewentz (SPD), der Deutschen Presse-Agentur. «Wir brauchen Flächen, damit es eben nicht zu einem Kollaps kommt.»

Die Bundesregierung rechnet allein an diesem Wochenende mit der Ankunft von 40 000 weiteren Flüchtlingen in Deutschland. Das wären doppelt so viele wie am vergangenen Wochenende, als die Regierung in Absprache mit Wien und Budapest beschlossen hatte, Tausenden Migranten aus Ungarn die Einreise zu erlauben.

Nach Angaben von Lewentz hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) signalisiert, dass der Bund mehr Plätze zum Beispiel in Bundeswehrkasernen zur Verfügung stellen könnte, die zum Teil noch belegt seien. Es gehe auch um Liegenschaften des Technischen Hilfswerks (THW) und der Bundespolizei.