Flüchtlingsstrom an bayerischen Grenzübergängen hält an

Die Polizei rechnet für heute mit einer weiterhin hohen Zahl an Flüchtlingen, die über Österreich nach Bayern einreisen.

Der Zustrom von Migranten an den Grenzübergängen in Niederbayern war am Sonntagmorgen im Vergleich zur gesamten Woche zwar leicht zurückgegangen, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Passau berichtete. Die zahlreichen Notquartiere hätten wieder Kapazitäten. Bis zum Abend erwarten die Einsatzkräfte im Raum Passau aber ähnlich viele Flüchtlinge wie am Samstag, als etwa 4500 Menschen über die niederbayerischen Grenzübergänge Wegscheid, Neuhaus am Inn und Simbach am Inn nach Deutschland gekommen waren.

An den oberbayerischen Übergängen Freilassing und Laufen kamen am Samstag etwa 2700 Flüchtlinge an - die überwiegende Mehrheit in Freilassing. Der Grenzübergang in Laufen werde derzeit noch eingerichtet, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in München. Für Sonntag erwarte man ähnliche Zahlen.

Deutschland und Österreich hatten den Zustrom der Flüchtlinge an der Grenze neu geregelt. Sie hatten sich darauf geeinigt, ausschließlich an den genannten fünf Grenzübergängen in Bayern sogenannte Übergabe- und Kontrollstellen einzurichten.

Wegen der starken Zunahme des Flüchtlingsandrangs über das österreichische Kufstein wurde der Zugverkehr nach Rosenheim in der Nacht gestoppt. Ein Sprecher der Bundespolizei Rosenheim sagte, der Zuverkehr werde erst wieder aufgenommen, wenn auch wieder Platz für weitere Flüchtlinge sei. Am Bahnhof in Kufstein und in seiner Nähe warteten demnach am Vormittag bis zu 900 Migranten.