Flugbegleiter streiken wieder bei Lufthansa

Nach einer kurzen Pause am Sonntag haben Flugbegleiter am Montag ihren Streik bei der Lufthansa fortgesetzt.

Flugbegleiter streiken wieder bei Lufthansa
Boris Roessler Flugbegleiter streiken wieder bei Lufthansa

Betroffen seien die Flughäfen in Frankfurt, München und Düsseldorf, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Morgen. Voraussichtlich fielen am Montag 929 Flüge aus, es dürften rund 113 000 Passagiere betroffen sein. Es werde versucht, möglichst viele Kunden auf die Bahn oder andere konzerninterne Airlines umzubuchen. Von den Langstrecken-Flügen fielen bis auf einen von Frankfurt nach Tampa (USA) sowie zwei von München nach Newark (USA) und Schanghai (China) alle aus.

Es dürfte am Montag zu längeren Schlangen an den Transitschaltern kommen wegen der zahlreichen Umbuchungen, sagte ein Sprecher des Flughafen-Betreibers Fraport. Ansonsten laufe bislang aber alles in geordneten Bahnen. Im Transitbereich stünden rund 600 Betten, davon seien in der Nacht aber höchstens 50 belegt gewesen. Es hätten nicht viele Passagiere am Flughafen übernachten müssen.

Geplant war, dass das Kabinenpersonal in Frankfurt und Düsseldorf bis 23.00 Uhr die Arbeit niederlegt, in München bis Mitternacht. Die Tarifverhandlungen für die Stewardessen und Stewards der Lufthansa ziehen sich bereits seit zwei Jahren hin. Strittig sind vor allem die komplexen Regelungen zu Betriebs- und Übergangsrenten von rund 19 000 Flugbegleitern. Der erste Ausstand der Flugbegleiter in der aktuellen Tarifrunde soll bis einschließlich Freitag fortgesetzt werden.