Flugzeugabsturz in Belgien: Suche nach Unglücksursache

Am Tag nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in Belgien suchen die Ermittler weiter nach der Unglücksursache. Elf Menschen waren am Samstagnachmittag gestorben, als die Maschine auf ein Feld nahe Namur 60 Kilometer südöstlich von Brüssel stürzte.

Flugzeugabsturz in Belgien: Suche nach Unglücksursache
Olivier Hoslet Flugzeugabsturz in Belgien: Suche nach Unglücksursache

Mehrere Augenzeugen hatten berichtet, ein Flügel oder ein Teil des Flügels sei abgerissen, dann sei die Maschine abgestürzt. Bilder zeigten das völlig zerfetzte Flugzeug. Die zehn Fallschirmspringer und der Pilot hätten keine Chance gehabt, schrieb die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Die Opfer seien zwischen 21 und 40 Jahre alt, hatte Innenministerin Joëlle Milquet gesagt. Die Gruppe war mit einem Pilatus PC-6 «Turbo Porter» unterwegs, einem einmotorigen Propellerflugzeug. «Der Notruf ging bei uns um 15.40 Uhr ein», sagte der Feuerwehrmann Michel Doumont aus Namur. «Als wir ankamen, brannte das Flugzeug und war komplett auseinandergebrochen.» Die Rettungskräfte hätten nach Überlebenden gesucht - vergebens.

Das Flugzeug war am nahe gelegenen Flughafen Temploux gestartet. Alle Passagiere waren dem Sender RTL zufolge Mitglieder eines Fallschirmspringer-Clubs. Viele der Opfer hätten kleine Kinder, sagte Innenministerin Milquet. Am Abend hatten der belgische Premierminister Elio Di Rupo und König Philippe den Unglücksort besucht.