Flugzeugsparte beflügelt Aluminiumkonzern Alcoa

Glänzende Geschäfte mit Flugzeugbauern haben den Aluminiumkonzern Alcoa im Sommer überraschend beflügelt. Trotz hoher Umstrukturierungskosten verdiente der von dem früheren deutschen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte US-Konzern im dritten Quartal unter dem Strich 24 Millionen US-Dollar.

Flugzeugsparte beflügelt Aluminiumkonzern Alcoa
Giuseppe Ungari Flugzeugsparte beflügelt Aluminiumkonzern Alcoa

Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Verlust von 143 Millionen Dollar gestanden. Sondereffekte herausgerechnet, wuchs der Gewinn um 58 Prozent auf 120 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstagabend in New York mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang gerechnet.

Der Umsatz lag mit rund 5,8 Milliarden Dollar nur knapp unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Experten hatten auch hier weniger erwartet. Das Geschäft mit Spezialprodukten etwa für die Flugzeug- oder Autoindustrie ist inzwischen für mehr als die Hälfte des Umsatzes und knapp drei Viertel des Gewinns verantwortlich.

«Die Entwicklung dieses Quartals zeigt, dass die Neupositionierung des Unternehmens auf dem richtigen Weg ist», sagte Konzernchef Kleinfeld. Das klassische Aluminiumgeschäft leidet hingegen unter fallenden Preisen. Im Jahresvergleich gingen diese um sieben Prozent zurück. Bei der Nachfrage erwartet Alcoa aber weiterhin ein Plus von sieben Prozent im Gesamtjahr.

Die eingeleitete Umstrukturierung bei den Rohprodukten belastete den Gewinn unter dem Strich mit 109 Millionen Dollar. So stellte Alcoa den Betrieb von drei Produktionslinien im kanadischen Provinz Québec und im US-Bundesstaat New York ein.