Fünf Tote bei Lawinenunglücken in Polen und der Schweiz

Bei Lawinenunglücken sind in der Schweiz und in Polen am Wochenende fünf Menschen getötet worden. In der Schweiz starben vier italienische Wintersportler.

Sie hatten am Samstag eine Skiwanderung im Bereich des Großen Sankt Bernhard unternommen und wurden von den Schneemassen mitgerissen, wie die Polizei mitteilte. In Polen wurden vier Teilnehmerinnen eines Höhlenforscher-Kurses von einer Schneelawine verschüttet, eine 30-Jährige starb.

Auf dem Gebirgspass im Schweizer Kanton Wallis wurden insgesamt fünf Menschen verschüttet. Von den Skifahrern aus der Region Mailand starben bereits am Samstag zwei Frauen und ein Mann im Krankenhaus. In der Nacht zum Sonntag starb ein weiterer Mann. Das Alter der Wintersportler lag zwischen 51 und 52 Jahren.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte laut der Schweizer Lawinenwarnstelle SLF nur mäßige Lawinengefahr. Doch auf dem Gebirgskamm, auf dem die Gruppe gerade unterwegs war, sei die Situation heikel gewesen, sagte ein SLF-Sprecher. Die Lawine war rund 100 Meter breit und mindestens 200 Meter lang. In der Schweiz sind in diesem Winter 25 Menschen von Lawinen begraben und getötet worden.

Die Höhlenforscherin in Polen starb am Samstagabend trotz Wiederbelebungsmaßnahmen noch am Unglücksort in der Hohen Tatra an der Grenze zur Slowakei, wie Medien am Sonntag unter Berufung auf einen Sprecher der Bergrettung berichteten. Eine Verunglückte wurde demnach schwer verletzt, während zwei andere Frauen mit leichteren Verletzungen davon kamen. Die Rettungsaktion sei dadurch erschwert worden, dass der Rettungshubschrauber nicht direkt zum Unglücksgelände habe fliegen können. Die vier Frauen hatten Höhlen in einem Gebiet abseits von Wanderwegen erforschen wollen.