Forscher wollen Vormarsch von Kiefern-Schädling stoppen

Ein winziger Fadenwurm könnte sich in Europa ausbreiten und ganze Kiefernwälder vernichten. Davor warnt der Forstwissenschaftler Thomas Schröder vom Braunschweiger Julius-Kühn-Institut im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Der Kiefernholznematode wütet seit mehr als zehn Jahren in Portugal. Bei Temperaturen von mehr als 20 Grad vermehrt er sich rasant.

«Wir müssen uns Gedanken machen, was uns bei dem prognostizierten Klimawandel in Zukunft möglicherweise erwartet», sagte Schröder. Mit Blick auf klimatische Bedingungen und Kiefernwaldverteilung wären in Deutschland «das Dreiländereck Brandenburg/Sachsen/Sachsen-Anhalt und der Rheingraben im Süden ein prädestiniertes Gebiet».

Waldschutzexperten aus 22 Ländern tagen von Dienstag an in Braunschweig. Die Forstschützer wollen auch über Möglichkeiten der Prävention und der Vernichtung dieses Holzschädlings diskutieren. Der Kiefernholznematode (Bursaphelenchus xylophilus) stammt ursprünglich aus Nordamerika. Er lässt inzwischen auch in Japan, China, Korea und Taiwan Kiefernwälder sterben. Bislang wurden die Schädlinge den Angaben zufolge noch nicht in Deutschland entdeckt.