Dauerthema Griechenland sorgt für nervösen Börsenstart

Die Griechenland-Krise sorgt weiterhin für große Nervosität am deutschen Aktienmarkt. Der Leitindex Dax rutschte am Dienstagmorgen mit 0,33 Prozent ins Minus auf 11 398,12 Punkte.

Dauerthema Griechenland sorgt für nervösen Börsenstart
Fredrik von Erichsen Dauerthema Griechenland sorgt für nervösen Börsenstart

Europas Spitzenpolitiker suchten fieberhaft nach einer Lösung für das pleitebedrohte Griechenland, sagte Analystin Antje Laschewski von der LBBW. An der Börse löse dieses alles beherrschende Thema stärkere Kursschwankungen aus. Die Arbeitslosenzahlen aus Deutschland bewegten den Markt dagegen zunächst nicht.

Der MDax der mittelgroßen Werte behauptete sich am Morgen mit 0,23 Prozent im Plus bei 20 671,67 Punkten. Der Auswahlindex für Technologiewerte, der TecDax, legte um 0,29 Prozent auf 1702,50 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit minus 0,02 Prozent auf der Stelle.

Im Fokus blieben auch die Schwankungen des Euro. Die Gemeinschaftswährung zog zum US-Dollar mit zuletzt einem Viertel Prozent ins Plus, was die Stimmung an den Börsen aktuell etwas belastet. Ein stärkerer Euro verteuert Waren aus der Eurozone im Ausland. Händler sprachen von einer ansonsten dünnen Nachrichtenlage.

Analystenstudien sorgten für stärkere Bewegungen bei Einzelwerten. Die Bayer-Aktie zählte mit minus 0,88 Prozent auf 129,15 Euro zu den größten Verlierern. Analystin Odile Rundquist von der Baader Bank sieht nur noch begrenztes Potenzial für die Papiere des Pharma- und Pflanzenschutzkonzerns und stufte sie deshalb ab. Bayer ist im Dax der am schwersten gewichtete Titel und belastete den Leitindex.

Lanxess-Aktien erholten sich dagegen etwas von ihrem Kursrückschlag der vergangenen Handelstage. Eine Studie der französischen Großbank Societe Generale lenkte die Aufmerksamkeit auf das Papier. Das Bankhaus Lampe empfiehlt LEG Immobilien neu zum Kauf. Das verhalf den Papieren zu einem Plus von 1,46 Prozent. Sie standen an der MDax-Spitze.