Dax beendet Achterbahnfahrt mit moderaten Gewinnen

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben auch am Mittwoch wieder gute Nerven gebraucht: Nach einem verhaltenen Börsenstart schaffte es der Dax über ein Prozent ins Plus, bevor er wieder in die Verlustzone rutschte.

zum Handelsschluss notierte der Leitindex immerhin 0,20 Prozent fester bei 11 350,15 Punkten. Eine klare Erholung von den Kursabschlägen der vergangenen Tage lässt damit weiter auf sich warten.

Zunächst hatte die anhaltend gute Unternehmensstimmung im Euroraum das Börsenbarometer noch unterstützt. Daten über die gesunkene Produktivität von US-Unternehmen und ein enttäuschender Stellenaufbau in der US-Privatwirtschaft kosteten am Nachmittag jedoch wieder Punkte auf dem Kurszettel. Auch der Euro wurde mit seiner anhaltenden Erholung gegenüber dem US-Dollar nach den US-Wirtschaftsdaten wieder zur Belastung.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Mittwoch letztlich um 0,58 Prozent auf 20 012,10 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Auswahlindex TecDax verlor 0,29 Prozent auf 1591,53 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann hingegen 0,32 Prozent auf 3558,03 Punkte. Die nationalen Indizes in Paris und London legten ebenfalls etwas zu. In New York gab der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss moderat nach.

Im Fokus stand am deutschen Aktienmarkt die Berichtssaison mit den Geschäftszahlen zahlreicher Unternehmen. Spitzenreiter im Dax waren die Papiere von Index-Schwergewicht Allianz mit plus 2,42 Prozent. Europas größter Versicherer ist trotz Sturm «Niklas» und Germanwings-Absturz mit einem überraschenden Gewinnplus ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal wuchs das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 5 Prozent. Unter dem Strich ging der Überschuss sogar um 11 Prozent nach oben. Damit schnitt das Unternehmen deutlich besser ab als von Analysten erwartet.

Die BMW-Aktien profitierten indes nur anfänglich vom Quartalsbericht und der Prognoseerhöhung für den Umsatz im Kerngeschäft. Zum Handelsschluss gehörten sie mit minus 2,25 Prozent zu den größten Verlierern.

Die Kuka-Aktien gewannen an der MDax-Spitze 5,23 Prozent. Der Roboter- und Anlagenbauer ist zum Jahresauftakt dank eines Zukaufs und hoher Nachfrage im Stammgeschäft mit Autoherstellern stark gewachsen.

Der Onlinehändler Windeln.de stolperte derweil an die Börse: Bereits der erste Kurs auf Xetra lag mit 18 Euro unter dem Ausgabepreis von 18,50 Euro. Anschließend ging es weiter nach unten - der Schlusskurs von 14,95 Prozent bedeutete einen Abschlag von gut 19 Prozent zum Ausgabekurs. Windeln.de vertreibt Artikel für Babys und Kleinkinder.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,34 auf 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,31 Prozent auf 139,02 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,54 Prozent nach unten auf 154,07 Punkte. Der Euro zog deutlich an und kostete zuletzt 1,1346 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1230 (Dienstag: 1,1117) Dollar festgesetzt.