Dax legt vor US-Jobdaten weiter zu

Der Dax hat die Erholung vom Vortag vor dem Wochenende fortgesetzt. Von Zurückhaltung vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht später war zunächst keine Spur. Die Wahl in Großbritannien hatte laut Börsianern keine Auswirkungen auf den hiesigen Markt.

Für den deutschen Leitindex ging es im frühen Handel um 0,61 Prozent nach oben auf 11 477,77 Punkte. Seine Wochenbilanz ist wieder positiv, nachdem er tags zuvor zwischenzeitlich nach auf den tiefsten Stand seit Februar abgesackt war.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax erholte sich um 1,26 Prozent auf 20 314,60 Punkte und der TecDax gewann 1,25 Prozent auf 1635,06 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um gut ein halbes Prozent vor.

Der beschleunigte Kurseinbruch am Anleihemarkt samt einer weiteren Festigung des Euro hatten den Dax am Donnerstag zunächst schwer belastet. Dann gelang jedoch die Wende: Anleihen erholen sich seither kräftig - gut für den Aktienmarkt, denn sinkende Anleihekurse bedeuten steigende Renditen. Und dies macht Aktien für Anleger weniger attraktiv.

Analyst Ric Spooner vom Broker CMC Markets rät daher, gerade auch die Reaktion des Anleihemarkts auf den US-Arbeitsmarktbericht genau im Blick zu behalten. Der Markt rechne nach den Signalen vom Vortag mit einer Erholung der US-Jobdaten.

Die neuesten Prognosen der BBC zur Wahl in Großbritannien beflügelten die Börse in London, ließen die Frankfurter Kollegen aber kalt: Premierminister David Cameron kann demnach mit seiner Konservativen Partei künftig alleine regieren.

Die Berichtssaison nimmt nach der jüngsten Flut von Quartalszahlen eine Auszeit. Die Aktien von Jungheinrich reagierten mit einem knappem Aufschlag kaum auf die jüngsten Geschäftszahlen. Der Gabelstapler-Hersteller konnte Umsatz- und Gewinn im ersten Quartal dank Zuwächsen in Deutschland und Westeuropa kräftig steigern.

Die Chemiebranche rückte derweil mit einer Milliardenofferte in den Fokus: Der Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta hat ein milliardenschweres Kaufangebot des US-Konkurrenten Monsanto als deutlich zu niedrig zurückgewiesen. Bei dem Angebot in Höhe von insgesamt rund 45 Milliarden Dollar ist laut Syngenta ein Baranteil von etwa 45 Prozent vorgesehen.