Dax verliert: Schwache US-Berichtssaison belastet

Enttäuschende Quartalsberichte amerikanischer Technologie-Giganten haben den Dax weiter ins Minus gedrückt.

Am Mittag fiel der deutsche Leitindex um 0,38 Prozent auf 11 560,96 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,14 Prozent auf 20 900,20 Punkte nach unten.

Die stärksten Einbußen musste der TecDax hinnehmen: Der Technologiewerte-Index büßte 0,68 Prozent auf 1801,77 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,68 Prozent nach.

Den Anlass für die Kursverluste lieferten enttäuschende Nachrichten mehrerer Technologieunternehmen aus den USA: Nachdem schon am Montagabend "Big Blue" IBM die Erwartungen verfehlt hatte, lösten auch die nachbörslich vorgelegten Ergebnisse sowie die Prognose des iPhone-Herstellers Apple Verkäufe aus.

Zudem hatte die Übernahme des Handy-Geschäfts von Nokia den Softwarekonzern Microsoft tief in die roten Zahlen gerissen.

Die US-Berichtssaison verlaufe derzeit nicht gerade prickelnd, sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. Deshalb hätten nun einige Anleger die Gelegenheit genutzt, einmal Dampf abzulassen. Schließlich steht bei dem Dax seit seinem Tief Anfang Juli immer noch ein Plus von mehr als 8 Prozent zu Buche. Insgesamt blieben die Aussichten für den deutschen Aktienmarkt positiv, da sich die Wirtschaft hierzulande recht gut entwickele.

Die schlechten Nachrichten aus den USA schlugen hierzulande vor allem den Anlegern von Infineon und Dialog Semiconductor auf den Magen. Weil der Chiphersteller Dialog als Zulieferer von Apple gilt, sackten dessen Aktien als schwächster Wert im TecDax um knapp 6 Prozent ab. Am Dax-Ende litten Infineon auch unter dem schwachen Ausblick des US-Wettbewerbers Linear Technology. Infineon-Papiere büßten mehr als 3 Prozent ein.