Gute Unternehmenszahlen schieben Dax an

Positiv aufgenommene Geschäftszahlen des Halbleiter-Konzerns Infineon und des Sportartikel-Herstellers Adidas haben den Dax knapp in die Gewinnzone gerettet.

Gute Unternehmenszahlen schieben Dax an
Fredrik Von Erichsen Gute Unternehmenszahlen schieben Dax an

Der deutsche Leitindex stieg im frühen Handel um 0,01 Prozent auf 11 620,67 Punkte, nachdem er zunächst im Minus gelegen hatte. Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es um 0,35 Prozent auf 20 612,95 Punkte nach oben, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,28 Prozent auf 1641,68 Punkte anstieg. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stagnierte nahezu.

Im Fokus der Anleger steht die Berichtssaison der Unternehmen: Die Papiere des Vortagesfavoriten Infineon erholten sich um weitere 2,68 Prozent. Der Konzern ist im zweiten Geschäftsquartal dank einer Übernahme, eines starken Geschäfts mit Sicherheitschips und des schwachen Euro stark gewachsen.

Adidas-Papiere wurden ihrer Rolle als Dax-Favoriten des bisherigen Jahres neben K+S ebenfalls gerecht. Zuwächse bei der Stammmarke Adidas und der Fitnesstochter Reebok kurbelten das Geschäft an, aber auch der schwache Euro half der weltweiten Nummer zwei der Sportartikel-Branche auf die Sprünge. Adidas-Aktien gewannen zuletzt 1,56 Prozent.

Lufthansa-Aktien stiegen um ein gutes halbes Prozent. Die Fluggesellschaft hatte ein Schreckensquartal ordentlich abschließen können. Im März war eine Maschine der Tochter Germanwings abgestürzt; es gab 150 Tote. Zudem wurde die Fluggesellschaft von Pilotenstreiks belastet.

Der Aromenhersteller Symrise und der Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum waren nach ihren Quartalsberichten mit Abstand Favoriten im MDax und TecDax.

Auch Analystenkommentare sorgten kräftig für Bewegung: So ging es für die Papiere von HeidelCement um 3 Prozent nach oben, nachdem die Experten der Schweizer Großbank UBS eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatten. Eine skeptische Einschätzung der britischen Barclays Bank drückte dagegen die Papiere des Versicherers Allianz um 1 Prozent nach unten, eine Verkaufsempfehlung die Aktien des Triebwerkherstellers MTU gar um 2 Prozent.