Neid: Kein schnelles Treffen mit Bundesligatrainern

In der Debatte um die Zukunft des deutschen Frauen-Fußballs strebt Bundestrainerin Silvia Neid kein schnelles Treffen mit den Bundesligatrainern an.

«Ich mache jetzt erst einmal Urlaub, den habe ich mir verdient. Mit der WM-Analyse lasse ich mir Zeit. Ich weiß ja, was wir verbessern müssen», sagte Neid nach der Ankunft des WM-Vierten in Frankfurt. Wegen eines technischen Defekts der Maschine war der DFB-Tross erst mit dreistündiger Verspätung aus Vancouver abgeflogen.

Die Kritik aus der Bundesliga am Auftritt ihrer Mannschaft bei der Endrunde in Kanada wies Neid erneut zurück. «Wir gehören zu den vier besten Mannschaften der Welt und haben uns für Olympia qualifiziert. Ich bin total zufrieden mit dem Erreichten», sagte die 51-Jährige.

Trotz der Misstöne zum Abschluss habe sie ihre letzte Weltmeisterschaft «total genossen». Nach den Sommerspielen 2016 in Rio gibt Neid ihr Amt an Steffi Jones ab. Einen vorzeitigen Abschied schloss sie aus. «Ich habe viel erreicht und weiß, dass ich eine gute Trainerin bin», sagte Neid. «Ich freue mich wahnsinnig auf das letzte Jahr und Olympia.»