Star-Trainer Salazar bestreitet Doping-Vorwürfe

Der prominente Leichtathletik-Trainer Alberto Salazar und der Olympia-Zweite Galen Rupp aus den USA haben eine BBC-Reportage über Dopingpraktiken in ihrer Laufgruppe vehement zurückgewiesen.

«Ich glaube an einen sauberen Sport und harte Arbeit - und meine Athleten tun das auch», sagte Salazar in einer persönlichen Erklärung. Der BBC und der an der Recherche beteiligten US-Internetseite ProPublica warf er «haltlosen und inakzeptablen Journalismus» vor. «Statt Fakten zu präsentieren, haben sie sich für Sensationsgier und versteckte Andeutungen entschieden.»

Der frühere Marathon-Läufer Salazar trainiert in seinem «Nike Oregon Projekt» unter anderem den dreifachen Weltmeister und zweifachen Olympiasieger Mo Farah aus Großbritannien. Der aktuell weltbeste Läufer über 5000 und 10 000 Meter wird in der Reportage allerdings nicht mit verbotenen Substanzen in Verbindung gebracht.

Die BBC berichtete unter Berufung auf mindestens sieben ehemalige Läufer und Betreuer der Gruppe, dass dort zur Leistungssteigerung der Athleten vor allem Testosteron, aber auch Asthma- und Schilddrüsen-Medikamente eingesetzt wurden.

So soll Salazar seinem Schützling Rupp bereits im Alter von 16 Jahren Testosteron verabreichet haben. «Ich habe nie verbotene Substanzen genommen und Alberto hat mir auch nie vorgeschlagen, verbotene Substanzen zu nehmen», sagte Rupp dazu.