Unsicherheit lässt Kurse an der Börse schwanken

Am deutschen Aktienmarkt herrscht weiterhin Unsicherheit. Der Dax schwankte am Mittwochmorgen und lag zuletzt 0,07 Prozent im Plus bei 11 633,77 Punkten.

Dabei konnte der deutsche Leitindex von positiven Daten zum heimischen Konsumklima profitieren. Als Belastung erwies sich der wieder gestiegene Euro.

Über allem schwebte aber die Unsicherheit über die Zukunft der Eurozone: Am Dienstag war der Dax wegen der weiter drohenden Pleite Griechenlands, des Erfolgs der Linken bei den spanischen Regionalwahlen und schwacher US-Börsen auf Talfahrt gegangen und hatte 1,6 Prozent eingebüßt.

Die Gemengelage hatte auch auf den Eurokurs gedrückt. Die Gemeinschaftswährung überwand nun wieder die Marke von 1,09 US-Dollar - das ist schlecht für exportorientierte Unternehmen, weil deren Produkte für ausländische Kunden teurer werden.

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg zuletzt um 0,26 Prozent auf 20 767,53 Punkte. Der TecDax der Technologiewerte stieg um 0,20 Prozent auf 1713,50 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,27 Prozent vor.

Während der wichtige vollelektronische Xetra-Handel normal lief, hatte die Frankfurter Wertpapierbörse mit technischen Problemen zu kämpfen. Hier werde der Handel nicht vor 11 Uhr starten können, teilte die Deutsche Börse mit.

Schwächster Dax-Wert war die Munich Re, deren Anteilsscheine um 1,24 Prozent im Minus lagen. Der Kursaufschlag der Aktie des Rückversicherers sei angesichts der rückläufigen Ertragskraft und des hohen Engagements im schwierigen deutschen Lebensversicherungsgeschäft unverdient, schrieb Analyst William Elderkin von der US-Investmentbank Goldman Sachs in einer Studie und senkte seine Anlageempfehlung auf «Verkaufen».

Die Aktien von Rheinmetall profitierten von der Aussicht auf einen Auftrag aus Polen und stiegen als einer der stärksten MDax-Werte um 0,85 Prozent. Der Rüstungskonzern will sich bei der Panzerproduktion mit einem polnischen Partner zusammentun, hatte das Unternehmen dem «Handelsblatt» bestätigt. Weiter heißt es in dem Bericht, dass Polen rund 200 solcher Radpanzer im Gesamtwert von über 300 Millionen Euro anschaffen wolle.