«Maskenmann»-Prozess: Verteidiger berät sich mit Mandanten

Der «Maskenmann»-Prozess ist in Frankfurt (Oder) zunächst nicht wie geplant fortgesetzt worden. Das Landgericht teilte mit, die Verteidigung wolle sich mit ihrem Mandanten beraten.

Es sei nicht absehbar, wie lange sich die Verhandlung dadurch verschieben werde. Geplant waren die Plädoyers der Anwälte von Mario K. (47). Unklar ist bislang auch, ob die Verteidigung den Wiedereintritt in die Beweisaufnahme beantragen wird. Der «Tagesspiegel» hatte am Wochenende über einen möglichen weiteren Verdächtigen berichtet - einen Ex-Polizisten. Der Verdacht gegen ihn sei vorschnell zu den Akten gelegt worden.

Die Staatsanwaltschaft hat lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Sie ist überzeugt, dass der frühere Dachdecker aus Berlin in den Jahren 2011 und 2012 drei Mal Millionärsfamilien in Ostbrandenburg überfallen und bei einem der Vorfälle einen Manager entführt haben soll, um Lösegeld zu erpressen. Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte bestreitet die Taten. Ihm werden unter anderem versuchter Mord und versuchter Totschlag vorgeworfen.