Frankfurter Börsianer bleiben in Kauflaune

Die überraschend gelockerte japanische Geldpolitik hat auch dem deutschen Aktienmarkt kräftig Auftrieb gegeben. In den ersten Handelsminuten legte der Dax um 1,55 Prozent auf 9255,80 Punkte zu.

Damit folgte der deutsche Leitindex den starken Auslandsvorgaben insbesondere aus Tokio und knüpfte an seine dreitägige Gewinnserie an.

Auf Wochensicht winkt dem Dax auf diesem Niveau ein Plus von knapp 3 Prozent. Und auch die Bilanz für den Oktober sieht mit aktuell minus 2,30 Prozent deutlich weniger schlimm aus als noch zur Monatsmitte. Damals war das wichtigste deutsche Börsenbarometer wegen Sorgen um die Konjunktur auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahr gefallen.

Da die Preise in Japan nicht wie erwartet steigen, weitet die Zentralbank des Landes die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen (582 Milliarden Euro) aus und damit stärker als bislang geschehen. Auch die anderen deutschen Indizes profitierten von diesen Nachrichten: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen stieg um 1,18 Prozent auf 16 042,34 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,24 Prozent auf 1243,43 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,39 Prozent hoch.