Franziskus ruft in Weihnachtsbotschaft zu Frieden in Nahost auf

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft zum Frieden im Nahen Osten aufgerufen. Gerade dort, wo Jesus als menschgewordener Sohn Gottes zur Welt gekommen sei, gingen Spannungen und Gewalt weiter, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in seiner Ansprache von der Loggia des Petersdoms.

«Mögen Israelis und Palästinenser wieder in direkten Dialog miteinander treten und zu einer Übereinkunft gelangen, die den beiden Völkern erlaubt, in Harmonie zusammenzuleben», sagte Franziskus.

Der Papst äußerte zugleich die Hoffnung auf ein baldiges Ende des «Waffendröhnens» in Syrien. Ebenso wichtig sei, dass die Vereinbarung über eine Einheitsregierung in Libyen die Unterstützung aller finde. Der Papst erinnerte auch an die Opfer der Terroranschläge.

Die Botschaft von der Loggia des Petersdoms und der Segen «Urbi et Orbi» sind ein Höhepunkt der christlichen Weihnacht. Zehntausende Menschen verfolgten die Worte auf dem wegen Terrorgefahr in diesem Jahr besonders gesicherten Petersplatz. Millionen sahen im Fernsehen oder im Internet zu. Am Heiligabend hatte der Papst im Petersdom die moderne Konsumgesellschaft angeprangert.