Freiburg löst VfL an der Spitze ab - Jubel um Effenberg

Mit tollem Offensiv-Fußball ist der SC Freiburg an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga zurück gestürmt. Der Absteiger fertigte am 11. Spieltag die SpVgg Greuther Fürth vor heimischer Kulisse mit 5:2 (1:0) ab und zog mit 24 Punkten wieder am VfL Bochum (21) vorbei.

Das Ruhrpott-Team kassierte am Sonntag im Topspiel gegen RB Leipzig eine bittere 0:1-Heimpleite. Die Sachsen (20) sprangen dank des Erfolges auf Rang drei.

Zu den großen Gewinnern des Spieltages gehörte auch Stefan Effenberg, der den SC Paderborn bei seinem Trainerdebüt bereits am Freitagabend zu einem 2:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig geführt hatte. «Es ist schön. Wir sind am Anfang eines Weges», sagte Effenberg danach bescheiden. Moritz Stoppelkamp (18. Minute) und Nick Proschwitz (81.) verzückten die 11 952 Fans, unter ihnen Effenberg-Gattin Claudia.

In Freiburg drehten die Hausherren nach dem 1:0 durch Immanuel Höhn (45.) im zweiten Durchgang richtig auf. Maximilian Philipp (55.), Vincenzo Grifo (60./61.) und Torjäger Nils Petersen (74.) mit seinem elften Saisontor legten nach. Für Fürth trafen der Ex-Freiburger Sebastian Freis (64.) und Veton Berisha (88.).

Der entthronte Tabellenführer aus Bochum musste zum zweiten Mal in dieser Saison den Gästen die drei Punkte überlassen. Marcel Sabitzer (65.) überwand VfL-Keeper Andreas Luthe mit einer Flanke, die im langen Eck einschlug. In Heidenheim ließ Tim Skarke die Hausherren mit seinem Klasse-Tor in der 83. Minute zum 1:0 gegen Schlusslicht MSV Duisburg jubeln. Mit 19 Zählern rückten die Württemberger auf Rang vier vor den punktgleichen FC St. Pauli.

Die Hamburger Kiez-Kicker waren am Samstag beim 3:3 bei Union Berlin in letzter Minute aus ihren Siegträumen gerissen worden. «Das ist sehr unglücklich für uns gelaufen», haderte Gäste-Trainer Ewald Lienen.

Im Duell der beiden Kult-Vereine rettete Benjamin Kessel den Hausherren mit seinem Ausgleich in der Nachspielzeit einen Punkt. Vor der Rekordkulisse von 22 012 Fans hatten zuvor Eroll Zejnullahu (42.) und Maximilian Thiel (45.) für die Berliner getroffen. Waldemar Sobota (22.), Marc Hornschuh (54.) und Jeremy Dudziak (72.) erzielten die Tore für St. Pauli.

Ein Elfmeter in der dritten Minute der Nachspielzeit kostete den 1. FC Nürnberg beim 1:1 gegen den FSV Frankfurt den sicher geglaubten Sieg. Zlatko Dedic rettete den Hessen einen Punkt. Alessandro Schöpf (57.) hatte den «Club» in Führung gebracht. «Beim letzten Heimspiel hatten wir sehr viel Glück, dieses Mal dafür sehr viel Pech», sagte Nürnbergs Trainer René Weiler.

Bereits am Freitag war die Erfolgsserie des 1. FC Kaiserslautern unter Neu-Trainer Konrad Fünfstück zu Ende gegangen. Durch ein Eigentor von Stipe Vucur in der 39. Minute kassierten die Pfälzer eine 0:1-Niederlage beim SV Sandhausen, der jetzt Sechster ist.