Freiburger Befreiungsschlag: Erster Saisonsieg in Köln

Der SC Freiburg hat in der Fußball-Bundesliga den Befreiungsschlag geschafft und mit dem ersten Saisonsieg den Absturz an das Tabellenende verhindert.

Freiburger Befreiungsschlag: Erster Saisonsieg in Köln
Rolf Vennenbernd Freiburger Befreiungsschlag: Erster Saisonsieg in Köln

Mit dem durchaus verdienten 1:0 (0:0) beim 1. FC Köln feierten die Breisgauer den ersten Erfolg in der Bundesliga seit dem 19. April und den ersten seit 13 Jahren in der rheinländischen Metropole. Der entscheidenden Treffer in der lange Zeit langweiligen Partie erzielte Vladimir Darida in der 50. Minute. Er verwandelte vor 49 500 Zuschauern einen durch FC-Abwehrspieler Mergim Mavraj verursachten Handelfmeter und beendete den kleinen Höhenflug des Aufsteigers nach zwei Siegen in Folge.

Freiburg überflügelte in der Tabelle mit acht Punkten Vizemeister Borussia Dortmund (7) und kletterte am Ende des zehnten Spieltages auf den 16. Platz. Aufsteiger Köln (12) verharrt als Tabellenelfter im Mittelfeld. «Wir haben aus dem Nichts das Gegentor bekommen», stellte FC-Sportdirektor Jörg Schmadtke beim TV-Sender Sky fest. «Danach haben wir alles versucht, aber keine Lösung gefunden, um die Freiburger in Verlegenheit zu bringen.»

Das war seinem Team auch vor dem Gegentreffer schon nicht gelungen. Vom Schwung aus den mehr (Freiburg bei 1860 München) oder weniger (Köln beim MSV Duisburg) überzeugenden Erfolgen in der vergangenen Woche im DFB-Pokalwettbewerb war über lange Zeit nichts zu sehen. Kaum Torabschlüsse auf beiden Seiten, noch weniger Chancen - vor allem die ersten 45 Minuten waren Langeweile pur und ein Beleg dafür, warum beide Teams zu den offensivschwächsten in der Liga gehören.

Zwar waren die Kölner mit ihren neuen Karnevals-Trikots optisch überlegen, doch gegen die gut organisierte Gäste-Deckung fiel ihnen kaum etwas ein. Auch Standards sorgten für keine Gefahr.

Bei Freiburg sah es ähnlich aus. Die FC-Deckung geriet durch den Sturm der Breisgauer kaum in Verlegenheit. Vor der Pause kam nur Darida (34.) einmal in aussichtsreicher Position zum Schuss, doch der Ball flog weit am Tor vorbei. Auch Köln erlebte wenigstens einmal die Andeutung einer Chance, als Dusan Svento von links Yuya Osako bediente, der Japaner aus kurzer Entfernung den Ball aber danebensetzte.

In Halbzeit zwei blieb das Niveau der Partie eher bescheiden, immerhin stieg der Unterhaltungswert. Allerdings mussten dicke Patzer der Kölner her, um die Gäste in Front zu bringen. Erst verlor der FC den Ball leichtfertig in der Vorwärtsbewegung, dann flankte Freiburgs Admir Mehmedi den Ball an die Hand des heranrutschenden Mavraj. Den Strafstoß verwandelte Darida sicher gegen Timo Horn, der noch im Elfmeterschießen im DFB-Pokal in Duisburg der Held war.

Dank des Treffers wurde das Spiel temporeicher. Die Kölner bemühten sich mit ihren begrenzten spielerischen Mitteln um den Ausgleich, ließen aber weiter jede Gefährlichkeit vermissen. Die Freiburger lauerten auf Konter und kamen zu guten Möglichkeiten. Allein der Ex-Kölner Sebastian Freis (60./72.) vergab beste Gelegenheiten. Kölner Chancen waren indes kaum zu registrieren. Osakos vermeintlicher Ausgleichstreffer wurde in der 89. Minute zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt.

Ballbesitz in %: 61 - 39

Torschüsse: 9 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 52,4 - 47,6

Fouls: 5 - 12

Ecken: 5 - 2

Quelle: optasports.com