Fremdenfeindliche Angriffe in der Kölner Innenstadt

Bei den Angriffen auf Ausländer am Sonntagabend in der Kölner Innenstadt handelt es sich nach Erkenntnissen der Polizei um «fremdenfeindliche Straftaten». Hier hätten sich gezielt Leute über die sozialen Netzwerke verabredet, um auf augenscheinlich «nicht-deutsche Menschen» loszugehen, sagte Norbert Wagner von der Kölner Polizei am Montag. «Es ist ein alarmierendes Signal, dass wir sehr ernst nehmen».

Binnen einiger Stunden seien 153 Personen überprüft und 199 Platzverweise ausgesprochen worden. Die Beteiligten seien zum Teil Rechtsextreme gewesen, zum Teil kämen sie aus der Hooligan-, Rocker- oder Türsteher-Szene. Bei den Angriffen waren mehrere Menschen verletzt worden, darunter zwei Pakistaner und ein Syrer.

Michael Temme, bei der Kölner Polizei für die Gefahrenabwehr zuständig, sagte: «Das sind Taten von Menschen, die meinen, sie müssten das Recht in die eigene Hand nehmen.» Die Situation mache ihm «große Sorgen», doch werde die Polizei alles tun, um die Bürger zu schützen. So seien die Streifendienste in der Innenstadt verstärkt worden.