French Open: Schnelles Aus für Lisicki gegen Qualifikantin

Die sportliche Krise von Sabine Lisicki hat sich auch bei den French Open nahtlos fortgesetzt. Die einstige Wimbledonfinalistin scheiterte in Paris nach einer enttäuschenden Vorstellung schon in der ersten Runde.

French Open: Schnelles Aus für Lisicki gegen Qualifikantin
Daniel Karmann French Open: Schnelles Aus für Lisicki gegen Qualifikantin

Lisicki verlor 2:6, 2:6 gegen die Qualifikantin Veronica Cepede Royg aus Paraguay, die in der Weltrangliste nur an Position 161 geführt wird. Damit schied Lisicki als erste von zehn deutschen Damen aus.

Die Berlinerin zählt als 51. im neuen Ranking nicht mehr zu den Top 50 der Welt und konnte auch im Stade Roland Garros an einem ungemütlichen Nachmittag nicht beweisen, dass sie derzeit zur Elite gehört. Die eigentlich schon für Sonntag angesetzte, wegen Regens aber verschobene Partie begann zweieinhalb Stunden später als geplant, weil über der französischen Hauptstadt seit der Nacht ein Dauerregen niederging. Als es endlich trocken war, sahen die Zuschauer bei zwölf Grad auf der kleinen Tribüne am Platz 15 eine einseitige Partie - zugunsten der Außenseiterin.

Lisicki begann sofort mit einem Aufschlagverlust und fand gegen die solide Sandplatzspielerin aus Südamerika nie einen Rhythmus. Cepede Royg platzierte die Bälle mit guter Länge im Feld und brauchte eigentlich nur auf Fehler von Lisicki zu warten, deren schwächster Belag ohnehin der nach dem Regen besonders langsame Sand ist.

Der erste Satz dauerte nicht einmal eine halbe Stunde, nach dem ersten Spielgewinn zum 1:4 im zweiten Durchgang musste die derzeit wieder von ihrem Vater betreute Lisicki sogar lächeln - es wirkte wie Galgenhumor, während ihre Kontrahentin wie bei jedem Seitenwechsel den Kopf unter einem Handtuch verbarg. Nach nur 59 Minuten und dem 34. unerzwungenen Fehler war der trostlose Auftritt von Lisicki vorbei.

Kurz vor den Spielen am Montag unterstrich der neue Turnierdirektor Guy Forget die Notwendigkeit eines Daches für den Centre Court. Forget zeigte sich zuversichtlich, dass das lange geplante Projekt 2020 abgeschlossen werden könne. Die anderen drei Grand-Slam-Turniere verfügen über Plätze mit verschließbaren Dächern, in Paris verzögert sich der Ausbau wegen rechtlicher Probleme schon länger.