Freundlicher Wochenstart an den Börsen

Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben sich am Montag ohne starke neue Impulse freundlich entwickelt. Der Dax stand am Mittag mit 0,07 Prozent im Plus bei 9179 Punkten.

Seine zunächst größeren Gewinne konnte er nicht halten. In der Vorwoche hatte der Leitindex nach seinem Rekordhoch bei 9424 Punkten einen Korrekturkurs eingeschlagen, am Freitag aber nach guten Arbeitsmarktdaten aus den USA wieder den Vorwärtsgang eingelegt.

Der MDax stieg am Montag um 0,10 Prozent auf 15 971 Punkte, der TecDax gewann 0,50 Prozent auf 1137 Punkte. «Der Dax hat seine Korrektur beendet und nun dürfte eine Jahresendrallye doch noch stattfinden», sagte Christoph Geyer von der Commerzbank.

Versorgerwerte zählten zu den Dax-Favoriten, unterstützt durch eine positive Studie der Investmentbank Mainfirst. RWE-Papiere kletterten mit plus 1,41 Prozent auf 27,28 Euro. Die Aktien von Eon legten 1,15 Prozent zu.

Weniger gefragt zeigten sich defensiv eingestufte Werte wie die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius mit einem Abschlag von 0,70 Prozent, die laut Händlern eher in unsicheren Zeiten gesucht werden. Schlechtester Dax-Wert waren aber HeidelbergCementmit minus 1,57 Prozent. Fundamental gab es keine Nachricht, das Papier ist aber auf 3-Monats-Tief charttechnisch angeschlagen.

Post-Aktien verzeichneten trotz eines eher negativ gewerteten Zeitungsberichts ein Plus von 0,89 Prozent. Dabei vergrault der Logistiker laut «Handelsblatt» mit seiner Portoerhöhung einige Kunden. Lufthansa-Papiere legten 0,36 Prozent zu. Die Fluggesellschaft will ihr Vielfliegerprogramm Miles & More profitabler machen.

Im MDax sprangen die Aktien von Sky Deutschland mit 4,11 Prozent ins Plus. Der Bezahlsender erhält sich die Übertragungsrechte für die Fußball Champions League drei weitere Jahre. Sehr schwach zeigte sich dagegen das Papier von Borussia Dortmund mit minus 6,09 Prozent. Nach der Verletztenmisere und sportlichen Rückschlägen drohe dem Fußball-Bundesligisten auch ein kräftiger finanzieller Einbruch, sagte Daniel Saurenz von Feingold Research. Die Investoren blicken entsprechend besorgt auf das «Alles-oder-nichts»-Spiel in der Champions League an diesem Mittwoch in Marseille.