Friedliche Demonstrationen gegen Polizeigewalt in St. Louis

Nach den tödlichen Schüssen auf einen schwarzen Jugendlichen ist es in St. Louis im US-Staat Missouri zu friedlichen Demonstrationen gegen Polizeigewalt gekommen. Hunderte marschierten am Sonntagabend (Ortszeit) auf das Universitätsgelände und begannen eine Sitzblockade.

Friedliche Demonstrationen gegen Polizeigewalt in St. Louis
Tannen Maury Friedliche Demonstrationen gegen Polizeigewalt in St. Louis

Zu Festnahmen oder Zusammenstößen mit der Polizei kam es nach Berichten von US-Medien nicht. Bei einem als «Moral Monday» (Moral-Montag) bezeichneten Protest waren für heute mehrere Aktionen passiven Widerstands geplant. Bürgerrechtsgruppen hatten zuvor bereits zu einem «Wochenende des Widerstands» aufgerufen.

Die Demonstranten fordern Gerechtigkeit für den schwarzen Teenager Michael Brown, der am 9. August von einem weißen Polizisten in Ferguson, einem Vorort von St. Louis, erschossen worden war. Der Fall hatte landesweite Empörung und tagelange Unruhen ausgelöst. Vor wenigen Tagen war in St. Louis erneut ein junger Afro-Amerikaner von einem weißen Polizisten erschossen worden. Allerdings hatte der Schwarze nach Angaben der Polizei zuerst auf den Beamten geschossen.