Friedrich Zweiter beim Zweierbob-Weltcup in Calgary    

Dank Startbestzeit im Finallauf ist Francesco Friedrich beim Zweierbob-Weltcup in Calgary noch auf Rang zwei gefahren.

Friedrich Zweiter beim Zweierbob-Weltcup in Calgary    
Mike Sturk Friedrich Zweiter beim Zweierbob-Weltcup in Calgary    

Der 24-jährige Pilot vom SC Oberbärenburg musste sich mit Anschieber Martin Grothkopp nur knapp dem Letten Oskars Melbardis geschlagen geben, der nach zwei Durchgängen 0,03 Sekunden Vorsprung hatte. Friedrich schob im zweiten Lauf mit 5,06 Sekunden Startbestzeit und verbesserte sich mit zusätzlicher Laufbestzeit noch vom dritten auf den zweiten Rang. Dritter wurde der Schweizer Beat Hefti. Junioren-Weltmeister Nico Walther aus Riesa kam mit Anschieber Marko Hübenbecker auf Rang sieben. Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt aus Oberhof landete mit Debütant Ben Heber auf Rang zehn.

«Wir konnten uns noch einmal steigern, daher müssen wir zufrieden sein», sagte Friedrich. Der jüngste Zweierbob-Weltmeister der WM-Geschichte liegt nach seinem Auftakterfolg in Lake Placid nun punktgleich (435) mit Melbardis an der Spitze der Weltcup-Gesamtwertung. Walther ist Zehnter (304 Zähler) vor dem punktgleichen Arndt.

Auf der sogenannten Gleiterbahn im kanadischen Calgary spielten die spurtstarken Teams ihre Stärken am Start aus. Nachdem der Schweizer Hefti nach dem ersten Lauf mit Start- und Laufbestzeit in Führung lag, überzeugte der Lette mit zwei soliden Fahrten. Am Ende hatte er auf der Olympia-Bahn von 1988 die mit Abstand beste Endgeschwindigkeit und setzte sich hauchdünn vor Friedrich durch, der im Finale neben der guten Startleistung auch seinen Fahrkünsten profitierte.

Sein Debüt im Zweierbob-Weltcup gab Ben Heber im Team von Viererbob-Weltmeister Arndt. Der ehemalige Leichtathlet aus Chemnitz ist der einzige gesunde Stammbremser des Oberhofers, der zuletzt in Lake Placid mit Leihgabe Joshua Bluhm fuhr. Seinen Anschieber wechseln wollte ursprünglich auch Nico Walther. Doch Andreas Bredau klagte über Knie-Probleme und wollte kein Risiko eingehen. Daher setzte er erneut auf den erfahrenen Hübenbecker.