Frodeno beim Ironman auf Hawaii erneut Favorit

Vorjahressieger Jan Frodeno geht auch bei der 40. Auflage des Ironman von Hawaii als großer Favorit in das Rennen. Der 35 Jahre alte Weltrekordhalter gilt derzeit als weltbester Langstrecken-Triathlet.

Frodeno beim Ironman auf Hawaii erneut Favorit
Bruce Omori Frodeno beim Ironman auf Hawaii erneut Favorit

Der schärfste Rivale in dem Klassiker im Pazifischen Ozean am Samstag (18.25 Uhr MESZ) ist Sebastian Kienle. Der 32-Jährige hat in diesem Jahr die EM in Frankfurt gewonnen, wurde vor zwei Jahren auf Hawaii Weltmeister und war damit Frodenos Vorgänger.

«Es ist immer spannender und interessanter, wenn es auf einen guten Zweikampf hinausläuft», sagte Frodeno. Doch letztlich versuche er wie jedes Jahr, «mich auf mein Ding zu konzentrieren: So schnell wie möglich zu schwimmen, radzufahren und zu laufen. Um hier vielleicht auch mal ein richtig großes Rennen abzuliefern.»

Auch für Kienle ist sein Kumpel und Konkurrent der große Favorit bei der Tortur im Paradies. «Jan hat keine Schwächen mehr», stellte der Triathlet aus Mühlacker fest. Schon im vergangenen Jahr war mit einem Duell zwischen ihm als damaligen Titelverteidiger und Frodeno gerechnet worden. Doch am Ende wurde Kienle Achter, Frodeno durfte sich den Siegerkranz auf dem Alii Drive in Kona aufsetzen lassen.

Deutschland ist nicht nur wegen Frodeno und Kienle in diesem Jahr die dominierende Nation. Elf Deutsche ergatterten sich jeweils einen der 50 Startplätze bei den Profis, viele mit Ambitionen auf einen Top-Ten-
Platz oder noch mehr. Neben Frodeno und Kienle gelten auch der Vorjahreszweite Andreas Raelert und Boris Stein als Anwärter auf das Podium.

Bei den Frauen hat Daniela Ryf eine ähnliche Position wie Frodeno bei den Männern. Die Schweizerin gewann im Vorjahr erstmals das legendäre Rennen auf Big Island und ist auch in diesem Jahr die Sieganwärterin Nummer eins. Anja Beranek und Julia Gajer rechnen sich zumindest Außenseiterchancen aus.

Der Ironman auf Hawaii gilt noch immer als härteste Prüfung für Triathleten. Neben den Profis stellen sich rund 2300 Amateure den 3,86 Kilometern in den Meereswellen, den 180 Kilometern auf dem Rad bei unberechenbaren Winden und dem 42,195 Kilometern langen Lauf in glühender Hitze. Alle, die das Ziel erreichen, werden mit ihrem Namen und dem Satz «You are an Ironman» gebührend empfangen.