G20-Gipfel: China sieht schwere Zeiten für Weltwirtschaft

China sieht 2015 als das «schwierigste Jahr» seit der globalen Finanzkrise vor sechs Jahren an.

G20-Gipfel: China sieht schwere Zeiten für Weltwirtschaft
Tolga Bozoglu G20-Gipfel: China sieht schwere Zeiten für Weltwirtschaft

Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) müssten auf ihrem Gipfel im türkischen Belek nahe Antalya ihre Wirtschaftspolitik koordinieren und gemeinsam den Herausforderungen begegnen, sagte Vizefinanzminister Zhu Guangyao in dem Küstenort. Er forderte die G20-Staaten auf, auch jeweils «ihr eigenes Haus in Ordnung zu bringen».

China werde als zweitgrößte Volkswirtschaft mit einem «mittelstarken» Wachstum und Strukturreformen seinen eigenen Beitrag für das globale Wachstum leisten. Der Vizefinanzminister zeigte sich zuversichtlich, dass China das Ziel im neuen Fünf-Jahres-Plan von durchschnittlich 6,5 Prozent Wachstum über die nächsten fünf Jahre erreichen könne. Auch die geplanten «rund sieben Prozent» für dieses Jahr seien machbar. Heute trägt China zu 30 Prozent zum Wachstum der Weltwirtschaft bei.

Ungewöhnlich deutlich äußerte Zhu Guangyao seine Sorge über die Lage der Weltwirtschaft. «Dieses Jahr ist das schwierigste seit der Finanzkrise 2009.» Wachstum und Handel seien schwach. Geopolitische Risiken machten sich in der Wirtschaft bemerkbar. «Fallende Rohstoffpreise zeigen, dass sowohl auf der Angebots-, als auch auf der Nachfrageseite etwas nicht stimmt.»