G20 wollen internationalem Terrorismus den Geldhahn zudrehen

Nach der Anschlagserie von Paris wollen die G20-Staaten dem internationalen Terrorismus den Geldhahn zudrehen und die Bewegungsfreiheit von Extremisten einschränken.

Das geht aus dem Entwurf der Abschlusserklärung des G20-Gipfels in Belek bei Antalya hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dort heißt es, die Zusammenarbeit zur Austrocknung der Finanzkanäle von Terroristen solle ausgebaut werden. Um den wachsenden Strom von Extremisten einzudämmen, die nach Ausbildung und Kampf in Bürgerkriegsländern in ihre Heimat zurückkehren und dort eine Terrorgefahr darstellen, sollen die Grenzen besser überwacht werden.

In dem Papier heißt es weiter, die Sicherheit im internationalen Flugverkehr solle verstärkt werden. Gegen Terrorpropaganda solle auch im Internet stärker vorgegangen werden. «Unmissverständlich verurteilen wir alle terroristischen Taten, Methoden und Praktiken, die unter keinen Umständen gerechtfertigt werden können, unabhängig von ihrer Motivation.» Terrorismus dürfe mit keiner Religion, Nationalität, Zivilisation oder ethnischen Gruppe in Verbindung gebracht werden. «Der Kampf gegen den Terrorismus ist eine Hauptpriorität für alle unsere Länder.»

Die G20 setzen auf eine «zentrale Rolle» der Vereinten Nationen im Kampf gegen den Terrorismus. Von einem möglichen UN-Mandat für ein internationales Engagement zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien ist in dem Papier nicht die Rede.

In dem Entwurf der Abschlusserklärung verurteilen die G20-Staaten auf das Schärfste die Anschläge in Paris vom Freitag und in Ankara im vergangenen Monat. Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs wichtiger Industrie und Schwellenländer hatte am Sonntag mit einer Kampfansage an den internationalen Terrorismus begonnen.