Gambia erlässt Kopftuchpflicht für weibliche Regierungsangestellte

Im westafrikanischen Gambia müssen weibliche Regierungsangestellte künftig während ihrer Arbeit Kopftücher tragen. Das ordnete die Regierung in einer Anweisung an alle Ministerien und Regierungsbehörden an. Die Haare müssten «ordentlich» unter einem Kopftuch zusammengebunden werden, hieß es. Mitte Dezember 2015 hatte Präsident Yahya Jammeh das Land zur Islamischen Republik erklärt. Geschätzte 90 Prozent der fast zwei Millionen Einwohner sind Muslime. Das Land ist der Weltbank zufolge eines der ärmsten Staaten der Welt.