Ganz entspannt: Christopher Street Day in Hamburg

Bunte Trucks, Regenbogenfahnen und Partystimmung: Zum 33. Mal ist die Parade des Christopher Street Day durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Rund 125 000 Teilnehmer waren beim Umzug am Samstag dabei, teilte die Polizei mit.

Ganz entspannt: Christopher Street Day in Hamburg
Bodo Marks Ganz entspannt: Christopher Street Day in Hamburg

Fast 40 bunte Wagen und Fußgruppen zogen von der Langen Reihe bis zum Jungfernstieg. Und bis in die Nacht zum Sonntag hinein verlief die farbenfrohe Demonstration friedlich. «Alles war entspannt», berichtete ein Polizeisprecher.

Die Parade stand im Jahr der Bundestagswahl unter dem Motto: «Mehrheit für Vielfalt: Du hast die Wahl!». Mit Plakaten prangerten die Teilnehmer die politischen Entscheidungsträger an. «Weg mit dem Ehegattensplitting! Förderung da, wo Kinder sind» und «Schluss mit Sonntagsreden» war darauf zu lesen. Mit den Aktionen sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch die Rechte von Lesben, Schwulen und anderen Minderheiten wahlrelevant sein sollten. Ganz vorne beim Umzug lief Hamburgs bekannteste Drag-Queen Olivia Jones in einem Nackt-Kostüm mit.

In diesem Sommer hatte es bereits in mehreren deutschen Städten Paraden, Feste und Demonstrationen anlässlich des Christopher Street Day (CSD) gegeben - er steht weltweit für das Selbstbewusstsein Homosexueller und ihren Widerstand gegen Diskriminierung. Der Tag erinnert an Vorfälle um den 28. Juni 1969 in New York: Nach einer Polizeirazzia in einer Bar kam es zum Aufstand von Schwulen und Lesben mit Straßenschlachten in der Christopher Street.