Gartenschau in Hamburg schließt mit Millionendefizit

Mit nur halb so vielen Besuchern wie erwartet und einem Millionendefizit geht an diesem Wochenende die Internationale Gartenschau (igs) in Hamburg zu Ende. Am Sonntag will sie nach 171 Tagen zum letzten Mal mit Musik, Feuerwerk und Blumenimpressionen überzeugen.

Gartenschau in Hamburg schließt mit Millionendefizit
Maja Hitij Gartenschau in Hamburg schließt mit Millionendefizit

Am Abend soll Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Dorothee Stapelfeldt (SPD), das Staffelholz an die Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion übergeben.

Voraussichtlich 1,2 Millionen Menschen besuchten die Schau im Stadtteil Wilhelmsburg. Damit kamen nur knapp halb so viele Gäste wie erwartet. Ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe ist absehbar.

Dazu werden am Sonntag genauere Angaben von Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau (SPD) und igs-Chef Heiner Baumgarten erwartet, die ein Resümee der Schau in der Blumenhalle ziehen wollen. Die Ausstellungshalle hat sich unter dem Motto «Goodbye Johnny, warst mein bester Freund» zum letzten Mal floral für Besucher herausgeputzt.

Bevor die igs am Sonntagabend ihre Tore schließt, hat sie ein «spannendes Finale» angekündigt. Am Samstagabend (20.30 Uhr) interpretieren bei der Show «Colours of Nature - Klangfarben der Natur» Solisten mit Harfe, Violine, Klavier und Keyboardsounds klassische Musik wie Antonio Vivaldis «Vier Jahreszeiten» - begleitet von einem Feuerwerk, Großbildprojektionen sowie Licht- und Laseranimationen (Bühne Süd).

Am Sonntag steht mittags ein Abschlussgottesdienst (12.00/Bühne West) auf dem Programm, zu dem der evangelisch-lutherische Bischofsvertreter der Nordkirche, Gothart Magaard, sowie der katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke vom Erzbistum Hamburg kommen wollen. Auf dem Gelände war eigens eine Welt der Religionen für die fünf großen Glaubensgemeinschaften gestaltet worden. Die kommende Buga will sich zudem mit einem Imagefilm präsentieren. Das Abschlusskonzert gibt Stefan Gwildis mit seiner Band.