Gasaustritt löst Großeinsatz in Mainz aus

Eine große Menge an ausströmendem Kohlendioxid hat Teile der Mainzer Innenstadt lahmgelegt. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr war das Gas gegen Mittag aus einem Lkw nahe einer Sektkellerei entwichen. Dichte weiße Wolken legten sich über den Boden der umliegenden Straßen.

Ein angrenzender Weihnachtsmarkt wurde geschlossen, einige Busse und Bahnen konnten nicht fahren. Zudem wurden Anwohner aufgefordert, nicht in Kellerräume zu gehen und auch das Erdgeschoss zu meiden, wie die Feuerwehr berichtete.

Kohlendioxid ist zwar ungiftig, farb- und geruchlos. Es ist allerdings schwerer als Luft und verdrängt den Sauerstoff, deshalb kann es zu Bewusstlosigkeit führen.

Am späten Nachmittag erklärte die Polizei, der Gasaustritt habe sich «so gut wie erledigt». Man müsse aber noch abwarten bis sich das Gas verflüchtigt habe. Die Feuerwehr kontrollierte am Abend noch Kellerräume, um diese möglicherweise zu lüften. Laut der Feuerwehrleitstelle bestand keine Explosionsgefahr.

Ob ein technischer Defekt oder ein Bedienungsfehler zum Gasaustritt führte, war zunächst unklar. Die Polizei stellte die Lkw sicher. Möglicherweise war eine Leitung defekt, sagte eine Polizeisprecherin.