Gauck besucht Menschenrechtsgerichtshof

Mit einem Besuch beim Afrikanischen Gerichtshof für Menschenrechte und am Sitz der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) setzt Bundespräsident Joachim Gauck heute seine Tansaniareise fort.

Gauck besucht Menschenrechtsgerichtshof
Wolfgang Kumm Gauck besucht Menschenrechtsgerichtshof

In der nordosttansanischen Stadt Arusha, die auch als «Genf Afrikas» gilt, spricht Gauck mit dem Präsidenten des Gerichtshofs und früheren obersten tansanischen Richter Augustino Ramadhani. Danach will er eine Rede vor der EAC halten. Deren Mitgliedstaaten - außer Tansania Kenia, Uganda, Ruanda und Burundi - streben eine engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit ähnlich der EU an.

Es wird erwartet, dass Gauck bei den Besuchen der afrikanischen Institutionen seine Mahnung nach einer «Herrschaft des Rechts» wiederholt, die auch auf dem afrikanischen Kontinent nötig sei. Vor der Ostafrikanischen Gemeinschaft dürfte er Parallelen zu den Vorteilen und Problemen der Europäischen Union ziehen. Auch in den Ländern Afrikas gebe es angesichts von unterschiedlichen Einkommen und Entwicklungsstandards Ängste vor angeblicher Überfremdung und eine Debatte über Arbeitnehmerfreizügigkeit, hieß es im Präsidialamt. Gauck werde die Bedeutung eines gemeinsamen Wertefundaments und der Freiheitsrechte unterstreichen.

Am Nachmittag will Gauck im Serengeti-Nationalpark ein von der Deutschen Zoologischen Gesellschaft in Frankfurt errichtetes Zentrum zum Kampf gegen die Wilderei einweihen.